Starker Auftritt ohne Ertrag: Blau-Weiß muss sich in Graz knapp geschlagen geben

22. Februar 2026

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Vor dem Spiel

In der 20. Runde der ADMIRAL Bundesliga gastierte der FC Blau-Weiß Linz in der Merkur Arena beim SK Sturm Graz – einer Mannschaft, die trotz zuletzt wechselhafter Ergebnisse mit 31 Punkten auf Rang vier lag und vor heimischem Publikum auf Wiedergutmachung aus war. Die Favoritenrolle war klar verteilt, zumal die Grazer das bisherige Duell im Herbstdurchgang spektakulär mit 4:3 für sich entschieden und in acht Pflichtspielen gegen die Königsblauen sieben Siege holten. Doch unsere Mannschaft reiste mit Rückenwind und dem festen Willen an, im Kampf um den Klassenerhalt erneut ein kräftiges Ausrufezeichen zu setzen.

Aufstellungen / Taktik

Trainer Michael Köllner nahm zwei Änderungen in seiner 3-4-3 Formation vor. Für den angeschlagenen Goiginger (Muskelbeschwerden) rückte Seidl auf die linke Außenbahn und dafür begann rechts Fofana. Dahlqvist nach überstandener Magen-Darm-Erkrankung wieder in der Startelf für Reiter. Gleich fünf Änderungen nahm Sturm-Coach Ingolitsch vor. Unter anderem Gazibegovic und Kiteishvilli verletzt nicht dabei.

1. Halbzeit

Der FC Blau-Weiß Linz startete mutig in die Partie und setzte früh ein Ausrufezeichen: Bereits nach zwei Minuten prüfte Seidl Keeper Bignetti per Freistoß, kurz darauf köpfte Bumberger nach einem Eckball nur knapp am langen Eck vorbei. Die Hausherren antworteten mit viel Druck – ein Seitfallzieher von Mamageishvili klatschte an die Latte (5.). In einer intensiven Anfangsphase verteidigten die Linzer kompakt, suchten aber immer wieder selbst den Weg nach vorne. Seidl blieb Dreh- und Angelpunkt, sorgte mit Standards und Distanzschüssen für Gefahr.

Mit Fortdauer entwickelte sich ein offenes Spiel, ehe eine VAR-Überprüfung die Wende brachte: Nach Foul von Fofana entschied Schiedsrichter Sadikovski auf Elfmeter, Beganovic verwandelte zum 1:0 (34.). Blau-Weiß zeigte sich unbeeindruckt, kam durch Weissman per Kopf noch einmal zu einer guten Möglichkeit, musste zur Pause jedoch einem knappen Rückstand hinterherlaufen.

2. Halbzeit

Unsere Mannschaft kam mit viel Entschlossenheit aus der Kabine, musste in den ersten Minuten jedoch einige Druckphasen des SK Sturm Graz überstehen. Fosso und Mamageishvili sorgten für erste Abschlüsse, doch Mantl blieb aufmerksam. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Linzer besser in die Partie, auch wenn im letzten Drittel zunächst die Durchschlagskraft fehlte. Ein möglicher Elfmeter nach einem Zweikampf zwischen Weissman und Mamageishvili wurde vom VAR nicht gegeben.

Trainer Köllner reagierte offensiv und brachte Ronivaldo, wodurch Blau-Weiß zunehmend ins Risiko ging. In der Schlussphase drängten die Oberösterreicher vehement auf den Ausgleich: Seidl, Ronivaldo und Briedl suchten mit Distanzschüssen ihr Glück, zahlreiche Standards sorgten für Hochbetrieb im Strafraum der Gastgeber. Nach einer Roten Karte gegen Mitchell agierte Sturm in Unterzahl, verteidigte jedoch mit allen Mitteln. Trotz leidenschaftlicher Schlussphase, sieben Minuten Nachspielzeit und einem letzten VAR-Check blieb der verdiente Treffer zum 1:1 aus.

Fazit

Der FC Blau-Weiß Linz zeigte über die gesamten 90 Minuten eine engagierte und kämpferisch starke Leistung, belohnte sich am Ende jedoch nicht mit Zählbarem. Nach einem frühen, mutigen Beginn und einer insgesamt ausgeglichenen Partie entschied ein Elfmeter kurz vor der Pause zugunsten des SK Sturm Graz das Spiel. In der zweiten Halbzeit warfen die Linzer mit zunehmender Spielzeit alles nach vorne und agierten phasenweise in Überzahl. Trotz großer Moral, viel Einsatz und mehreren gefährlichen Abschlüssen fehlte letztlich das nötige Quäntchen Glück und Präzision im letzten Drittel.