Später Schock – Blau-Weiß Linz unterliegt Ried im Derby

8. November 2025

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Vor dem Spiel

Klammert man den Cup-Erfolg aus, blickten die Blau-Weißen auf drei Niederlagen in Folge zurück, die letzten beiden Spiele gelang zudem auch kein Treffer. Der Druck steigt, viele Gespräche unter der Woche. Trainer Mitja Mörec wollte heute im nächsten Derby gegen die SV Ried unbedingt mit einem positiven Gefühl in die Länderspielpause gehen, dem Turnaround schaffen. Der Aufsteiger aus Ried hatte vor dem Spiel vier Punkte Vorsprung und holte sich am vergangenen Spieltag gegen RB Salzburg eine 1:4 Abreibung.

Aufstellungen / Taktik

Beide Trainer vertrauen auf das gleiche System. Dreierkette gegen jeweils drei Stürmer war heute die Ausgangsposition zumindest auf dem Papier. Trainer Mörec nahm eine Veränderung im Kader vor. Pasic begann für Bakatukanda. Auf der anderen Seite musste Trainer Senft seinen Abwehrchef Havenaar gesperrt vorgeben.

1. Halbzeit

Das Oberösterreich-Derby zwischen der SV Oberbank Ried und dem FC Blau-Weiß Linz blieb zur Pause torlos, hatte jedoch einiges an Spannung zu bieten. Die Hausherren starteten mit mehr Ballbesitz und suchten früh den Weg nach vorne, während Blau-Weiß zunächst defensiv sicher stand. Nach rund 25 Minuten übernahmen die Linzer zunehmend die Kontrolle und kamen durch Ronivaldo, Fofana und Weissman zu guten Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. Ried konnte vor allem in der Anfangsphase über die Flügel Akzente setzen, fand gegen die kompakte Linzer Defensive aber kaum Lücken. Eine kurzzeitige Unterbrechung wegen Rauch im Stadion sorgte für zusätzliche Verzögerung, ehe die Partie in der Schlussphase des ersten Durchgangs wieder Fahrt aufnahm. Sowohl Seidl für Linz als auch Mayer für Ried vergaben kurz vor der Pause die besten Chancen – somit ging es torlos in die Kabinen.

2. Halbzeit

Die zweite Halbzeit bot Dramatik pur, viele Zweikämpfe und echte Derby-Momente. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Bajic die SV Oberbank Ried nach Vorarbeit von Mutandwa in Führung (49.). Nach einer längeren Unterbrechung wegen starker Rauchentwicklung fanden die Linzer besser ins Spiel und erhöhten den Druck spürbar. In der 74. Minute wurde unsere Mannschaft schließlich belohnt: Goiginger mit einer tollen Vorarbeit – Weissman traf nach VAR-Überprüfung zum verdienten 1:1-Ausgleich. In einer offenen und teils dramatischen Schlussphase hatten beide Seiten noch Gelegenheiten – unter anderem vergaben Goiginger und Grosse aussichtsreich – ehe Ried in der Nachspielzeit eiskalt zuschlug und die Linzer schockte. Mutandwa kam nach einer Hereingabe von Pomer mit dem Rücken zum Tor zum Kopfball und eine Verkettung von unglücklichen Umständen führte dann zum Luckypunch und 2:1-Endstand.

Die Enttäuschung nach Abpfiff war kaum in Worte zu fassen. Oft sprechen Bilder mehr als Worte! Jetzt geht es in die Länderspielpause!