Später Nackenschlag: Blau-Weiß Linz unterliegt dem GAK mit 1:2

4. April 2026

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Vor dem Spiel

In der 25. Runde der Qualifikationsgruppe war der FC Blau-Weiß Linz in der Grazer Merkur Arena beim GAK gefordert. Die Ausgangslage war klar: Im Kampf um den Klassenerhalt zählte jeder Punkt, es wartete ein intensives und unangenehmes Auswärtsspiel. Während die Königsblauen mit kompakter Defensive und schnellem Umschaltspiel etwas Zählbares mitnehmen wollten, wartete der GAK mit breiter Brust– nach zuletzt zwei Siegen in Folge.

Aufstellung / Taktik

Trainer Michael Köllner vertraute auf seine Siegerelf von vor zwei Wochen gegen Ried. Gegen die anlaufenden Grazer agierten wir in der Defensive wie gewohnt mit einer 5er-Kette und hofften auf Umschaltmomente. Der GAK agierte aus einer 3-5-2 Formation mit Italiano und Harakate, aber ohne Maderner der wegen einer Gelbsperre fehlte.

Erste Halbzeit

Unsere Mannschaft tat sich in der ersten Halbzeit in Graz von Beginn an schwer und fand kaum ins Spiel. Der GAK übernahm früh das Kommando, ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen und setzte uns mit hohem Pressing immer wieder unter Druck. Die Elf von Michael Köllner kam offensiv kaum zur Entfaltung und konnte sich nur selten aus der eigenen Hälfte befreien, während die Hausherren vor allem über die Flügel immer wieder gefährlich wurden. Trotz klarer Feldvorteile fehlte den Grazern zunächst noch die letzte Präzision im Abschluss.

Mit Fortdauer blieben die Rotjacken das klar tonangebende Team, während sich Blau-Weiß vor allem auf die Defensivarbeit konzentrieren musste. Die beste Phase der Linzer nach gut 25 Minuten brachte zwar etwas Stabilität, am Chancenübergewicht der Hausherren änderte das aber wenig. Kurz vor der Pause fiel schließlich die Führung für die Steirer: Nach einem VAR-Check entschied Schiedsrichter Hameter auf Elfmeter, den Alexander Hofleitner zum 1:0 verwertete (40.). Auch danach blieb Blau-Weiß offensiv zu harmlos, sodass es mit einem knappen, aber verdienten Rückstand in die Kabinen ging.

Zweite Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel brachten die Königsblauen mit personellen Umstellungen frischen Wind. Pirkl und Ronivaldo beflügelten die Offensive. Der GAK blieb in der Anfangsphase aber das aktivere Team, ohne jedoch zwingend zu werden. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Stahlstädter jedoch besser in die Partie und übernahmen mehr und mehr die Kontrolle. Der Lohn folgte in der 62. Minute: Nach einer schönen Kombination über die linke Seite verwertete Routinier Ronivaldo eine Hereingabe von Pirkl am ersten Pfosten zum 1:1-Ausgleich und sorgte damit für neuen Schwung.

In der Folge entwickelte sich ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Teams um jeden Meter fighteten. Während Blau-Weiß dem Führungstreffer näher schien, schlugen die Hausherren eiskalt zurück: In der 79. Minute sorgte Ramiz Harakate mit einem abgefälschten Distanzschuss für die erneute Führung des GAK. In der hitzigen Schlussphase warfen die Linzer noch einmal alles nach vorne, mussten jedoch gegen clever verteidigende Grazer und unter dem Jubel der rund 6.000 Zuschauer jede Menge Zeit von der Uhr nehmen lassen. So blieb es letztlich beim 2:1-Heimsieg für den GAK.

Rund 800 mitgereiste Linzer Fans waren einfach der Wahnsinn, haben unsere Mannschaft bedingungslos 95 Minuten unterstützt. Abgerechnet wird zum Schluss, immer! Kommende Woche geht es gegen die WSG!