Niederlage beim GAK
29. November 2025
Vor dem Spiel
Die tabellarische Situation hätte brisanter nicht sein können. Im heutigen Meisterschaftsspiel gastierte unsere Mannschaft beim GAK. Elfter gegen Zwölfter – ein Kampf gegen die rote Laterne. Die letzten fünf Meisterschaftsspiele gingen allesamt verloren, doch gerade heute im direkten Duell gegen den GAK, welcher sechs Punkte aus den letzten drei Spielen holte, sollte endlich die Trendwende gelingen.
Aufstellungen
Trainer Mitja Mörec nahm einige Veränderungen vor. Dominik Reiter begann von Beginn an und auch Christopher Cvetko gab sein Comeback in der Startelf. Kapitän Maranda war nach seiner Sperre ebenfalls wieder mit von der Partie und auch Ronivaldo.
Trainer Ferdinand Feldhofer vertraute auf sein 3-5-2 mit Satin zurück in der Startelf und einer Doppelspitze mit Maderner und Harakate.
1. Halbzeit
Unsere Mannschaft erwischte in der frostigen Merkur-Arena einen denkbar schlechten Start. Bereits nach 60 Sekunden klopfte Murat Satin an und in der 5. Minute war es dann passiert: Nach hohem Ballgewinn am Linzer Sechzehner – beispiellos für die letzten Wochen – nahm sich der GAK-Mittelfeldmotor aus halblinker Position ein Herz und zirkelte das Leder unhaltbar via Innenstange ins lange Eck – 1:0 für die Rotjacken.
In der Folge bestimmten die aggressiv anlaufenden Grazer das Geschehen mit breiter Brust. Die Blau-Weißen taten sich schwer und waren permanent defensiv gefordert. Erst nach etwa 20 Minuten konnten wir uns etwas befreien. Ronivaldo veredelte in der 19. Minute eine Hereingabe mit einem sehenswerten Flugkopfball, den Meierhofer jedoch sicher hielt. Kurz darauf scheiterte Seidl aus der Distanz, und in der 29. Minute hatten die Blau-Weißen die Riesenchance zum Ausgleich: Nach traumhafter Flanke und Kopfballablage von Weissman klärten die Grazer in höchster Not auf der Linie.
Trotz wachsender Spielanteile blieb die große Präzision im letzten Drittel auf beiden Seiten aus. Die Partie verflachte etwas, wurde zäher. Mit der knappen, aber hochverdienten Führung der Rotjacken ging es in die Kabine – die Stahlstädter brauchen in Durchgang zwei deutlich mehr Mut und Ideen, um die Rote Laterne doch noch abzugeben.
2. Halbzeit
Die Stahlstädter kamen mit mehr Schwung aus der Kabine, blieben aber zunächst harmlos. Der GAK kontrollierte das Geschehen, stand kompakt und lauerte auf Umschaltmomente. In der 54. Minute hätte Simon Pirkl nach abgefälschter scharfer Hereingabe beinahe für den Ausgleich gesorgt – sein wuchtiger Abschluss aus spitzem Winkel klatschte jedoch nur an die Stange.
Je länger das Spiel dauerte, desto mehr zog sich der GAK zurück und überließ den Blau-Weißen das Geschehen – doch im letzten Drittel fehlten Ideen und Präzision. In der 76. Minute nutzte Joker Harakate einen dieser Konter eiskalt: Der Franzose ließ die gesamte Linzer Defensive stehen und schlenzte das Leder ins lange Eck – 2:0 und die Vorentscheidung.
Blau-Weiß warf noch einmal alles nach vorne. Martin Moormann gelang in der 88. Minute mit einem Hammer aus 16 Metern ins obere Eck der Anschlusstreffer (1:2), plötzlich keimte Hoffnung auf. Doch in der Nachspielzeit war Schluss mit Träumen: Nach Foul an Harakate verwandelte Hofleitner den fälligen Elfmeter sicher zum 3:1-Endstand (90.+3).
Trotz kämpferischer zweiter Hälfte reichte es nicht – die sechste Niederlage in Serie ist besiegelt, die Rote Laterne bleibt in Linz. Ein bitterer Abend in der Liebenau.