Knappe Heimniederlage gegen die WSG Tirol
1. März 2026
Vor dem Spiel
In der 21. Runde der ADMIRAL Bundesliga empfing der FC Blau-Weiß Linz die WSG Tirol im Hofmann Personal Stadion. Die Wattener waren als Tabellenzehnter mit 25 Punkten angereist und hatten zuletzt ein 1:1 gegen die SV Ried geholt. Im Herbstdurchgang hatten sich die Blau-Weißen in Innsbruck noch mit 0:2 geschlagen geben müssen, auch die Gesamtbilanz hatte leicht für die Tiroler gesprochen. Vor heimischer Kulisse brannten die Königsblauen jedoch darauf, Revanche zu nehmen, ein anderes Gesicht zu zeigen und mit Leidenschaft die Tiroler mit in den Abstiegskampf einzubeziehen.
Aufstellungen / Taktik
Wie gewohnt vertraute Trainer Michi Köllner auf ein 3-4-3 System. Pasic begann für den gesperrten Moormann in der Dreierkette links. Auch Nico Maier feierte nach seiner überstandenen Verletzung sein Comeback in der Startelf. Die Elf von Philipp Semlic begann ebenfalls aus einer 3-4-3 Formation. Durch den Ausfall von Taferner kam Sulzbacher früher als gedacht zurück in die Mannschaft. Auch Moritz Wels musste gesperrt vorgegeben werden.
1. Halbzeit
Vor stimmungsvoller Kulisse entwickelte sich im Hofmann Personal Stadion eine erste Halbzeit, die viel Dramatik und Höhepunkte zu bieten hatte. Nach zunächst zerfahrenen Anfangsminuten mit vielen Zweikämpfen und hohen Bällen setzte die WSG den ersten Wirkungstreffer: Nikolai Baden-Frederiksen zirkelte einen Freistoß über die Mauer ins Kreuzeck (15.). Doch der FC Blau-Weiß Linz antwortete postwendend – nur 79 Sekunden später traf Nico Maier nach Kopfballablage per spektakulärem Fallrückzieher zum 1:1-Ausgleich. Die Emotionen gingen noch, unsere Mannschaft war „back on track!
Erneut aber war es Baden-Frederiksen in der 19. Minute, der mit seinem zweiten direkt verwandelten Freistoß, diesmal abgefälscht, binnen weniger Minuten auf 1:2 stellte. Die Gäste blieben vor allem bei Standards brandgefährlich und nutzten ihre Chancen eiskalt, während unsere Elf mit viel Einsatz dagegenhielt und immer wieder den Weg nach vorne suchte. In einer hektischen und umkämpften Phase mit zahlreichen Fouls und Diskussionen versuchte die Elf von Michi Köllner noch vor der Pause zurückzuschlagen. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff fixierte Baden-Frederiksen mit einem satten Linksschuss ins Kreuzeck zum 1:3 seinen Hattrick (45.+1). Mit diesem bitteren Rückstand ging es schließlich in die Kabinen.
2. Halbzeit
Mit Beginn der zweiten Halbzeit reagierten beide Trainer personell, ehe unsere Mannschaft unbedingt noch einmal herankommen wollte. Und die Hausherren kamen früh zurück: Nach VAR-Check zählte der Treffer von Simon Seidl (52.), der eine sehenswerte Kombination zur 2:3-Anschlussmarke abschloss. Die Partie war nun völlig offen, Blau-Weiß drückte mit viel Moral auf den Ausgleich, agierte im letzten Drittel jedoch zu ungenau. Unser Gegner zog sich phasenweise in einen kompakten Block zurück, blieb aber über Konter gefährlich – Hinterseer vergab aus aussichtsreicher Position knapp (54.).
In der Schlussphase entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch vor gut 5.000 Zuschauern. Während die Linzer mit frischen Kräften alles nach vorne warfen, verteidigten die Tiroler leidenschaftlich und routiniert. Die größte Chance auf den Ausgleich hatte Ronivaldo in der 90. Minute, doch sein Kopfball landete in den Armen von Keeper Stejskal. In einer hektischen Nachspielzeit ließen die Gäste nichts mehr anbrennen und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Am Ende musste sich Blau-Weiß trotz großer Moral mit 2:3 geschlagen geben.