Keine Punkte nach der Länderspielpause

22. November 2025

Photo: GEPA pictures

Vor dem Spiel

Vier Niederlagen in Serie und nur mehr einen Punkt Vorsprung auf Schlusslicht GAK. Der Druck bei den Blau-Weißen war omnipräsent und heute wartete mit der Wiener Austria der Tabellensiebte, für den die Saison bislang auch nicht nach Wunsch verlief. Beide Mannschaften brauchten also Erfolgserlebnisse.

Aufstellungen / Taktik

Trainer Mitja Mörec baute die Mannschaft auf zwei Positionen um. Bakatukanda begann für den gesperrten Vize-Kapitän Maranda als zentraler Abwehrchef und Wähling für Ronivaldo. Damit startete Weissman als Solospitze im 3-4-3  eine etwas defensivere Ausrichtung. Auf der anderen Seite nahm Stephan Helm gegenüber dem GAK-Sieg keine Änderungen im 3-5-2 System vor.

1. Halbzeit

Unsere Mannschaft zeigte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in einer unterhaltsamen ersten Halbzeit gegen die Wiener Austria eine gute Leistung, musste jedoch mit einem 1:2-Rückstand in die Pause gehen. Nach engagiertem Beginn waren es zunächst die Gäste, die in Minute 13 zuschlugen: Sarkaria traf mit einem präzisen Schuss aus gut 18 Metern halbrechts zur 0:1-Führung. Die Linzer reagierten beeindruckend und kamen nach mehreren guten Kombinationen in der 20. Minute zum verdienten Ausgleich. Seidl hob den Ball nach einem Abpraller sehenswert über Sahin-Radlinger zum 1:1 ins Netz.

Blau-Weiß blieb danach am Drücker, verpasste aber durch Goiginger, Wähling und Fofana mehrfach die mögliche Führung. Die Veilchen waren hauptsächlich durch Standards gefährlich, fanden jedoch spielerisch lange kaum Lösungen gegen die starke Linzer Defensive.

Kurz vor der Pause dann die bittere Wende: Nach einem Foul von Pasic entschied Schiedsrichter Harkam zurecht auf Elfmeter. Eggestein verwandelte in der 45.+2 Minute sicher zum 1:2. Zwar traf Weissman im Gegenzug zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Damit ging es mit einem unglücklichen Rückstand in die Kabinen.

2. Halbzeit

Die zweite Halbzeit begann mit viel Schwung, doch schon früh setzten die Gäste den ersten entscheidenden Stich. Nach einem missglückten Freistoß konterten die Violetten blitzschnell: Ranftl trieb den Ball über rechts, fand Lee im Zentrum, der direkt für Sarkaria ablegte – dieser verwertete eiskalt zum 1:3 (52.). Die Königsblauen wirkten kurz geschockt, kämpften sich aber engagiert zurück ins Spiel. Pasic zwang Sahin-Radlinger nach einem stark getretenen Freistoß zu einer Glanztat (60.), und auch in der Folge suchten die Linzer den Anschluss.

In Minute 76 wurden die Bemühungen schließlich belohnt: Nach einem Fehler von Fischer flankte Pirkl präzise zur Mitte, Weissman ließ clever durch und Seidl traf trocken zum 2:3 – sein zweiter Treffer des Tages. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ronivaldo hatte in Minute 89 die große Chance auf den Ausgleich, doch die Ballannahme misslang knapp.

Auch in der Nachspielzeit reichte es nicht mehr für einen Punktgewinn. Austria Wien brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Unsere Mannschaft ist nun bereits seit fünf Spieltagen ohne Punkte.