Cup-Aus nach großem Fight
30. Januar 2026
Vor dem Spiel
Mit dem Linzer-Derby wurde eine Paarung gezogen, die es zuletzt im Cup vor mehr als zwei Jahrzehnten gegeben hatte. Damals, in der ersten Runde der Saison 2002/03, sorgten die Königsblauen mit einem 3:1-Erfolg für eine Überraschung – nun stand das traditionsreiche Duell erneut im Rampenlicht. Während der LASK nach einem souveränen 2:0-Auswärtssieg beim SV Stripfing als Favorit ins Viertelfinale einzog, feierte Blau-Weiß Linz nach einem dramatischen Erfolg gegen Hartberg erstmals den Einzug in diese Runde. Prestige, Emotionen und der Traum vom Halbfinale sorgten schon unter der Woche für viel Gesprächsstoff.
Aufstellungen
Viel Neues beim Stahlstadtklub. Neo-Coach Michael Köllner nahm sechs Änderungen vor, positionierte mit Keeper Nico Mantl und Isak Dahlqvist gleich zwei Neuerwerbungen in der Startelf. Cheick Conde zu Beginn wie erwartet auf der Bank.
1. Halbzeit
Das Cup-Viertelfinale begann dann auch gleich mit einem Paukenschlag. Unsere Mannschaft ging in der zweiten Minute in Führung. Andrade klärte eine Hereingabe von Seidl vor die Füße von Dahlqvist und unser Neuzugang traf sensationell zum 1:0. Der LASK schüttelte sich schnell ab und kam in der siebten Minute zur ersten großen Möglichkeit. Nico Mantl konnte sich aber gegen Adeniran auszeichnen.
Es war eine packende Partie, die ständig hin und her ging und unsere Mannschaft erhöhte in der 18. Minute auf 2:0. Goiginger mit der idealen Hereingabe und Weissman schockte den Tabellenzweiten ein zweites Mal am heutigen Abend. Der randvolle Gästesektor war komplett aus dem Häuschen – ein bärenstarker Auftritt unserer Mannschaft, die nur so vor Intensität strotzte.
Doch Achtung, der LASK gab sich keinesfalls geschlagen und kam in der 34. Minute durch einen 20-Meter Abschluss von Kaladzic zurück ins Spiel und hätte in der 39. Minute eigentlich ausgleichen können, doch Adeniran vergab freistehend aus spitzem Winkel. Am Ende nahmen wir das 2:1 mit in die Kabine.
2. Halbzeit
Zu Beginn der zweiten Halbzeit der LASK mit einem gänzlich anderen Auftritt, viel mehr Ballbesitz und Zug zum Tor. Mantl konnte sich in der 54. Minute gegen Jörgensen einmal mehr auszeichnen. Zwei Minuten später dann der 2:2 Ausgleich. Wir konnten in dieser Situation den Ball nicht klären – Bello traf aus halblinker Position. Es war jetzt eine ganz schwierige Situation für die Königsblauen, die sich in der 61. Minute erneut auf ihren Keeper verlassen konnten. Mantl parierte gegen Adeniran.
In der 67. Minute brachte Trainer Köllner frische Kräfte, unter anderem Neuzugang Cheikh Conde und wir konnten immer wieder für Entlastung sorgen, kamen in der 78. Minute zu einer TOP-Chance. Goiginger scheitert aber nur knapp. In der 83. Minute konnte der LASK dann aber endgültig die Partie zu seinen Gunsten drehen. Aus einem Konter traf der kurz zuvor einwechselte Usor zum entscheidenden 3:2. Trotz aller Bemühungen scheiden wir am Ende knapp mit 3:2 im Cup-Viertelfinale aus.
Fazit
Blau-Weiß Linz bot dem favorisierten LASK im Cup-Derby einen leidenschaftlichen Auftritt und führte nach starker erster Halbzeit verdient, musste sich am Ende aber knapp mit 2:3 geschlagen geben. Trotz großem Einsatz und eines starken Nico Mantl drehte der LASK nach der Pause die Partie und entschied das Viertelfinale spät für sich.