Blau-Weiß meistert die Hürde Gurten nach Verlängerung

24. Juli 2026

GURTEN,AUSTRIA,24.JUL.26 - SOCCER - UNIQA OEFB Cup, Union Gurten vs FC Blau Weiss Linz. Image shows Alem Pasic (Linz) and Felix Sickinger (Gurten). Photo: GEPA pictures/ Julio Arellano

Vor dem Spiel

Mit Union Gurten wartete in der ersten Runde des UNIQA ÖFB Cups ein ambitionierter Regionalligist auf den FC Blau-Weiß Linz. Die Innviertler beendeten die Saison 2025/26 als Vizemeister der Regionalliga Mitte und gehen nach einer starken Spielzeit mit viel Selbstvertrauen in die neue Saison. Die bisherigen vier Pflichtspielduelle zwischen beiden Teams endeten mit je zwei Siegen auf beiden Seiten. Trainer Michael Köllner konnte bis auf die angeschlagenen Ruschke und Hämmerle auf den gesamten Kader zurückgreifen.

Die erste Halbzeit

Unsere Mannschaft übernahm in der Anfangsphase die Spielkontrolle und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Gegen defensiv kompakt stehende Gurtner fanden wir aber zunächst kaum Lücken und konnten uns keine klaren Torchancen erarbeiten. Stattdessen setzte der Regionalligist mit zunehmender Spieldauer erste Nadelstiche und ging nach einer Viertelstunde in Führung. Nach einem weiten Einwurf konnten wir den Ball nicht entscheidend klären, Felix Seiwald reagierte am zweiten Pfosten am schnellsten und drückte zum 1:0 für die Gastgeber über die Linie. In der Folge blieb Gurten bei Standards gefährlich und verpasste per Kopf sogar knapp den möglichen zweiten Treffer. Die Elf von Michael Köllner erhöhte zwar den Druck und verbuchte durch Tsarenko, Vucic und Kreiker erste Abschlüsse sowie Offensivaktionen, wirklich zwingend wurden die Linzer jedoch nur selten. Gurten verteidigte effizient, gewann viele Kopfballduelle und nahm die knappe Führung mit in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit

Die Stahlstädter kamen mit viel Ballbesitz aus der Kabine und erhöhten den Druck auf die kompakt verteidigenden Innviertler. Die erste große Möglichkeit hatte Maranda, dessen Kopfball knapp am linken Pfosten vorbeistrich. Trotz klarer Feldüberlegenheit tat sich die Elf von Michael Köllner gegen die kämpfenden Innviertler weiterhin schwer, zwingende Chancen herauszuspielen. Die beste Gelegenheit bot sich Ronivaldo nach einer flachen Hereingabe von Vucic, doch der Brasilianer verpasste zunächst den Ball und scheiterte wenig später nach idealem Zuspiel von Tsarenko am stark reagierenden Schlussmann Jagereder. Auch Pasic und Vucic ließen gute Möglichkeiten ungenutzt. Gurten verteidigte mit Mann und Maus und kam kurz vor Schluss nach einem Freistoß per Kopf selbst beinahe zur Entscheidung – doch am Ende schlug Blau-Weiß in der Nachspielzeit eiskalt zu: Eine präzise Flanke fand Ronivaldo, der freistehend per Kopf zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich traf und die Linzer damit in letzter Minute in die Verlängerung rettete.

Die Verlängerung

In der Verlängerung machte sich schließlich die spielerische Überlegenheit der Linzer bezahlt. Zwar verteidigte Gurten weiterhin mit großem Einsatz und hoffte auf das Elfmeterschießen, doch in der 100. Minute gelang Blau-Weiß die Wende. Nach einem Angriff über die linke Seite stand Jacob Collmann im Zentrum goldrichtig und schob zum 2:1 ein. Kurz vor dem Seitenwechsel der Verlängerung sorgte eine scharfe Hereingabe schließlich für die Vorentscheidung, als Simon Schnaitter den Ball unglücklich zum 1:3 ins eigene Tor lenkte. In der zweiten Hälfte der Verlängerung verwalteten die Königsblauen den Vorsprung souverän, ließen kaum mehr etwas anbrennen und brachten den letztlich verdienten Einzug in die zweite Runde des UNIQA ÖFB Cups sicher über die Zeit.

Chetrainer Michael Köllner: „Es war das erwartet schwere Spiel. Dass es bis in die letzte Minute der Verlängerung gehen würde, war natürlich nicht unser Plan. Umso mehr freut es mich, wie sich die Mannschaft über die gesamte Spielzeit hinweg gewehrt hat. Jeder hat alles investiert, weil wir unbedingt in die nächste Runde einziehen wollten. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit haben wir in der zweiten Hälfte deutlich besser zu unserem Offensivspiel gefunden. Spätestens in der Verlängerung hat man gesehen, dass wir die klar bessere Mannschaft waren. Deshalb ist der Einzug in die zweite Runde auch absolut verdient.“